Das Gute liegt so nah...

Newsletter

Bleiben Sie in Kontakt und erhalten Sie Infos über Spezialangebote und Events und vieles mehr.


Vom Newsletter abmelden >

Eigene Energieversorgung mit optimaler Klimabilanz

 

Als Naturhotel sehen wir uns in der Pflicht, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Großen Anteil daran hat unser eigenes Energiezentrum, das Ökostrom und Fernwärme aus dem Reichtum der Wälder um Kirchberg gewinnt.

Das Holz wird zu naturbelassenen Hackschnitzeln und schließlich zu Holzgas verarbeitet. Das Gas betreibt Generatoren, die wiederum Strom erzeugen. Die Abwärme heizt als Fernwärme nicht nur unser Haus, sondern auch die Schule in Sachsenbrunn.

Durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe wie Heizöl leisten wir einen namhaften lokalen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz.

Für unsere Gäste, die’s bei uns warm und gemütlich haben, hat die Energie kein Mascherl. Und es tut trotzdem gut zu wissen, dass Naturverbundenheit und Umweltverantwortung hier wirklich gelebt werden. Ein Beitrag zum guten Gewissen, mit dem man besser schläft … 

Unsere Anlage besteht aus 2 BHKWs die je 50 kWh elektrisch und 100 kWh Strom in der Stunde erzeugen. Zur Abdeckung der Spitzen haben wir einen Hackgutkessel 400 KWh und 250 kWh installiert.

Zur Stromerzeugung verwenden wir ausschließlich Holz aus den Wäldern von Kirchberg.

Auch die Schule Sachsenbrunn wird mit der gesunden Wärme versorgt.

 

data/image/156/molzbachhof_article_3530_0.jpg
https://www.molzbachhof.at/data/image/thumpnail/image.php?image=156/molzbachhof_article_3525_0.jpg&width=408

Trocknung

Die Hackschnitzel müssen auf einen Wassergehalt von ca 10 % getrocknet werden

https://www.molzbachhof.at/data/image/thumpnail/image.php?image=156/molzbachhof_article_3525_1.jpg&width=408

Holzvergaser

In den 2 BHKWs wird Holzgas erzeugt, was einen Motor antreibt um Ökostrom zu erzeugen

Funktion der Holzgasgewinnung

Bei der Vergasung von Holz und damit in weiterer Folge bei der Gewinnung von Holzgas handelt es sich
um einen thermochemischen, mehrstufigen Umwandlungsprozess, ähnlich der Verbrennung. Im Gegensatz zur Verbrennung wird der Prozess jedoch gezielt abgebrochen, sodass nicht nur Kohlendioxid und Wasser, sondern auch brennbares Gas entsteht, das in einem Gasmotor zu Strom und Wärme umgewandelt wird.
Als Vergasungsstoff der Holzvergasungsanlage wird naturbelassenes Hackgut verwendet. Über ein Zwei-Klappen-Schleusensystem wird Hackgut mittels einer Stokerschnecke dem Reformer zugeführt. Im Reformer findet die Vergasung des Holzhackgutes statt, das in Flussrichtung folgende einzelne
Prozessschritte durchläuft:
  • Trocknung (bis ca. 200 °C)
  • Pyrolyse (200 °C bis ca. 600 °C)
  • Oxidation (bis 1200 °C)
  • Reduktion (ca. 900 °C)
Die bei der Pyrolyse entstehenden Produkte (Teere, Koks, CO, CO2, H2, CH4...) werden in der Oxidationszone teilweise verbrannt bzw. gecrackt. In der Reduktionszone wird anschließend durch die besondere Bauart und Regelung des Vergasers das Holzhackgut in ein sehr teerarmes Holzgas
umgewandelt.
Das erzeugte Holzgas wird in einem Wasser/Gas-Rohrwärmetauscher auf ca. 110°C abgekühlt und in einem Gewebefilter mit mechanischer Abreinigung trocken gereinigt. Die anfallende Kohle/Asche wird mit Förderschnecken durch eine Ascheschleuse aus dem Gasfilter in einen Vorratsbehälter befördert. Das abgekühlte und gereinigte Holzgas wird dann der Gasregelstrecke des Gasmotors zugeführt. Die erzeugte Wärmeenergie aus Motorkühlung, Abgaswärmetauscher, Holzgaskühlung und ggf. aus der Gemischkühlung wird mittels Plattenwärmetauscher an das angeschlossene Wärmenetz übertragen. Beim Startvorgang wird das noch nicht motortaugliche Holzgas unmittelbar nach dem Reformer automatisch abgefackelt.
(Quelle Fröling)

Technische Fakten

  • Verbrauchte Hackschnitzel: 3900 srm pro Jahr /ca 0,56 pro Stunde
  • Wärmeverbrauch Molzbachhof ca. 800.000 kWh/Jahr
  • Erzeugter Ökostrom 700.000 kWh/Jahr
  • Einsparung von 60.000 L Heizöl = 190 Tonnen CO²